Ein zentrales WLAN für ein Mietshaus kostet einmal Geld für Planung, Verkabelung und Technik, und danach jeden Monat etwas für den Anschluss und die Betreuung. Ob sich das lohnt, entscheidet sich im Vergleich mit dem, was Sie heute zahlen oder zahlen würden: ein Vertrag je Wohnung. Ich rechne das hier für ein Haus mit sechs Monteurwohnungen über zehn Jahre durch. Im Beispiel liegt das zentrale System ab dem vierten Jahr vorn und spart über zehn Jahre rund 11.000 Euro. Die Zahlen sind angenommene Werte, damit die Rechnung nachvollziehbar ist; Ihr Objekt rechne ich mit Ihren Zahlen.
Die Vergleichsbasis: ein Vertrag je Wohnung
Erfahrungsgemäß liegt ein Einzelvertrag bei 50 bis 55 Euro im Monat; Routermiete und Abschlusskosten kommen dazu. Für die Rechnung nehme ich 60 Euro im Monat je Wohnung an, Router eingerechnet, und lasse die Einmalkosten weg, weil sie über zehn Jahre wenig ausmachen.
Sechs Wohnungen mal 60 Euro sind 360 Euro im Monat, 4.320 Euro im Jahr, 43.200 Euro in zehn Jahren. Dazu kommt, was in keiner Rechnung steht: sechs Verträge mit sechs Laufzeiten, sechs Router, die Mieter verstellen können, und bei jedem Bewohnerwechsel ein neues Passwort auf einem neuen Zettel.
Einmalig: Planung, Verkabelung, Hardware
Drei Posten: die Planung und Einrichtung, die Verkabelung durch den Elektriker und die Hardware, also Netzwerkschrank, Router, Switch und ein Access Point je Wohnung. Für sechs Wohnungen in einem Bestandshaus nehme ich zusammen rund 7.000 Euro an. Der größte Unsicherheitsfaktor ist die Verkabelung: Liegt schon Netzwerkkabel in den Wohnungen oder sind die Wände beim Ausbau ohnehin offen, wird es deutlich weniger. In Duisburg wurden die sechs Wohnungen während des Ausbaus ausgestattet, das war der günstigste Zeitpunkt.
Laufend: Anschluss und Betreuung
Danach zahlen Sie zwei Dinge. Den Anschluss fürs Haus: Bei Glasfaser ist es einer, bei DSL sind es je nach Bedarf zwei oder mehr gebündelte. Für die Rechnung nehme ich zwei DSL-Anschlüsse zu je 45 Euro an, also 90 Euro im Monat. Und die Betreuung, also Monitoring und Fernwartung. Dafür nehme ich rund 20 Euro je Wohnung und Monat an, 120 Euro für sechs.
Zusammen 210 Euro im Monat, 2.520 Euro im Jahr, gegenüber 4.320 Euro mit Einzelverträgen. Der Unterschied sind 1.800 Euro im Jahr.
Wann hat sich das bezahlt gemacht?
Die 7.000 Euro einmalig geteilt durch 1.800 Euro Ersparnis im Jahr ergeben knapp vier Jahre. Danach sparen Sie jedes Jahr 1.800 Euro, in zehn Jahren zusammen rund 11.000 Euro nach Abzug der Investition. Bei meinen Projekten liegt die Amortisation gegenüber Einzelverträgen zwischen zwei und vier Jahren; das Beispiel landet am oberen Ende; mit Glasfaser statt zwei DSL-Anschlüssen fielen die laufenden Kosten niedriger aus.
Nicht eingerechnet ist der Ersatz von Geräten innerhalb der zehn Jahre. Beim Einzelvertrag deckt das die Routermiete ab, beim zentralen System zahlen Sie das Gerät.
| Vertrag je Wohnung | Zentrales System | |
|---|---|---|
| Einmalig | 0 Euro (Einmalkosten je Vertrag vernachlässigt) | rund 7.000 Euro |
| Monatlich | 360 Euro | 210 Euro |
| Zehn Jahre gesamt | 43.200 Euro | 32.200 Euro |
| Verträge | sechs | zwei Anschlüsse (bei Glasfaser einer) und ein Betreuungsvertrag |
| Geräte in den Wohnungen | sechs Router | sechs Access Points ohne Taste, die ein Mieter drücken könnte |
| Geräteersatz | in der Routermiete | nicht eingerechnet |
| Mieterwechsel | neues Passwort, oft vor Ort | QR-Code bleibt |
Alle Zahlen sind Annahmen für dieses Beispiel, keine Preisliste.
Wovon hängt es bei Ihrem Haus ab?
Bei Ihrem Haus entscheiden vier Faktoren. Die Zahl der Einheiten: Unter etwa fünf trägt die Einmalinvestition nicht, dann bleibt der Router je Wohnung die vernünftige Lösung. Die Verkabelung: vorhanden, offen oder nachträglich. Der Anschluss: Glasfaser oder gebündeltes DSL, das entscheidet über die laufenden Kosten. Und die Wechselhäufigkeit Ihrer Bewohner: Je öfter, desto mehr Handgriffe sparen Sie sich.
Was ich empfehle
- Rechnen Sie zuerst über zehn Jahre, nicht über die Einmalsumme. 7.000 Euro fallen auf, 43.200 Euro in Einzelverträgen nicht, weil sie monatlich kommen.
- Zählen Sie die Stunden mit. Was kostet Sie ein Mieterwechsel heute, wer fährt hin, wer nimmt den Anruf an. Das taucht in keinem Vertrag auf und ist oft der eigentliche Grund.
- Nutzen Sie den Ausbau. Offene Wände beim Ausbau sparen den größten Posten, die Verkabelung; in Duisburg fiel beides zusammen.
- Lassen Sie sich Lösung, Preis und Rechnung zusammen geben. Ein Preis ohne Rechnung ist eine Zahl, mit Rechnung ist er eine Entscheidung.
Ihr Objekt prüfen lassen
Das Erstgespräch kostet nichts und dauert etwa 30 Minuten. Ich frage nach Einheiten, Verkabelung, Anschluss und dem, was Sie heute zahlen, und rechne es Ihnen über zehn Jahre durch. Lohnt es sich nicht, sage ich das auch.