Eine Vorschrift, die WLAN in Monteurwohnungen verlangt, kenne ich nicht. In der Praxis bieten Vermieter es trotzdem an, weil die Firmen danach buchen und die Monteure es jeden Abend brauchen. Offen bleibt, wie ein WLAN beim zehnten Mieter genauso läuft wie beim ersten, ohne dass Sie jedes Mal vorbeifahren.
Was erwarten Monteure vom Internet in der Unterkunft?
Dasselbe wie zu Hause, nur ohne Aufwand. Das Portal deutschland-monteurzimmer.de, über das Firmen Monteurzimmer und Monteurwohnungen suchen, führt WLAN als wichtiges Buchungskriterium und beschreibt die Nutzung so: Monteure stimmen Termine ab, tauschen Unterlagen mit dem Betrieb aus, greifen auf digitale Einsatzpläne zu und führen Videogespräche (deutschland-monteurzimmer.de). Abends kommt der Kontakt zur Familie dazu (monteurunterkunft.de).
Schwaches WLAN fällt zweimal auf: Das Videogespräch bricht ab, der Upload dauert. Schlecht organisiertes WLAN fällt ein drittes Mal auf, bei Ihnen, weil der Monteur anruft und das Passwort vom Zettel nicht funktioniert.
Reicht ein Router in jeder Wohnung?
Für eine einzelne Wohnung ja. Bei mehreren Einheiten in einem Haus beginnt damit die Arbeit, die Sie vermeiden wollen. Der Router steht in der Wohnung, wird neu gestartet, umgesteckt oder versehentlich zurückgesetzt, und beim nächsten Mieter wissen Sie nicht, welches Passwort gerade gilt.
Warum ein Anschluss für das ganze Haus weniger Arbeit macht und wie die Wohnungen dabei voneinander getrennt bleiben, steht im Artikel ein Anschluss für mehrere Wohnungen.
Was macht bei Monteurwohnungen den Unterschied?
Der Wechsel. Ein normaler Mieter richtet sein Internet einmal ein und behält es Jahre. In einer Monteurwohnung wechselt der Bewohner oft, und mit ihm müsste jedes Mal der Zugang wechseln. Zwei Dinge müssen deshalb stimmen.
Erstens darf in der Wohnung nichts hängen, was ein Mieter verstellen kann. Bei mir sitzt die Technik in einem Netzwerkschrank, an den Mieter nicht herankommen. Was in der Wohnung bleibt, ist ein Access Point an Wand oder Decke.
Zweitens muss der Zugang den Wechsel überstehen, ohne dass Sie etwas tun. Wer neu einzieht, hält das Handy an den QR-Code in der Wohnung und ist drin. Das Passwort können Sie wechseln, müssen es aber nicht. Der Zettel am Kühlschrank entfällt.
| Beim Mieterwechsel | Router je Wohnung | Zentrales System |
|---|---|---|
| Ihr Handgriff | Passwort ändern oder Zettel erneuern, oft vor Ort | keiner, der QR-Code bleibt |
| Was der Mieter tut | Zettel suchen, Passwort abtippen | QR-Code scannen |
| Was der Mieter verstellen kann | den Router, mit allen Folgen | nichts, die Technik sitzt im Schrank |
| Wenn es nicht läuft | Anruf bei Ihnen | ich sehe es in der App und kümmere mich |
Wie läuft der Einzug in Duisburg?
In einem Mehrfamilienhaus in Duisburg kamen sechs Monteurwohnungen dazu, und das WLAN wurde gleich während des Ausbaus mit eingebaut. Seitdem läuft der Einzug so: Der Monteur kommt an, scannt den QR-Code und ist online. Wegen eines Passworts hat seit der Installation niemand angerufen. Die Arbeit passiert vorher und aus der Ferne: Das Haus läuft bei mir in der UniFi-App mit, Störungen fallen mir dort meist vor dem ersten Anruf auf, und innerhalb von 24 Stunden bin ich dran.
Muss das Internet im Mietpreis enthalten sein?
Das entscheiden Sie. Bei Monteurwohnungen gehört Internet meist pauschal zur Unterkunft, so wie Bettwäsche und Küche. Ob Sie es im Mietvertrag als enthalten, separat ausgewiesen oder als Service führen, stimmen Sie besser mit einem Rechtsberater oder Ihrer Hausverwaltung ab. Ich übernehme die Technik.
Für die Kalkulation sollten Sie wissen, dass der Weg über die Nebenkostenabrechnung seit dem 1. Juli 2024 versperrt ist. Die Bundesnetzagentur beschreibt, welche Grundgebühren seitdem nicht mehr umgelegt werden dürfen (Neuregelung Nebenkostenprivileg). Das ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung.
Was ich empfehle
- Planen Sie WLAN wie das Bad. Es gehört zur Ausstattung, die über die Buchung entscheidet, und muss bei jedem Mieter ohne Ihr Zutun laufen.
- Ab etwa fünf Einheiten zentral bauen. Darunter bleibt es beim Router je Wohnung, weil die zentrale Technik ihren Preis erst ab dieser Größe wieder hereinholt.
- Ausbau oder Renovierung nutzen. Liegen die Wände ohnehin offen, ist das der günstigste Moment für die Verkabelung. In Duisburg stand der Ausbau gerade an.
- Den Zugang auf einen Handgriff reduzieren. QR-Code in der Wohnung, sonst nichts.
Ihr Objekt prüfen lassen
Das Erstgespräch kostet nichts und dauert etwa 30 Minuten. Ich frage nach Einheiten, Belegung und dem, was heute beim Wechsel passiert, und sage Ihnen, ob sich ein zentrales System für Sie rechnet.